„Kathrein und Döser – Profiteure der Nazis?“

Stellungnahme von Andeas Salomon der Haltung der Presse

Zwei große Rosenheimer Firmen im Zentrum der Kritik

Der Rosenheimer Antennenhersteller „Kathrein“ ist weltbekannt und die örtliche Tageszeitung, das „Oberbayerische Volksblatt“ (OVB) als Ableger des „Münchner Merkur“, kennt zumindest in der Region auch jeder. Weniger bekannt ist allerdings die Nazi-Vergangenheit der beiden großen Betriebe.

Während der Kreisverband Rosenheim mit Unterstützung der INFO-Gruppe (einer Organsiation junger Antifaschisten) bereits zwei Veranstaltungen mit Prof. Dr. Weber durchgeführt hat (180 Besucher insgesamt), um Licht in das Dunkel zu bringen und jetzt dessen aufwändig recherchierte Ergebnisse als Buch angeboten werden, herrscht in der gesamten Rosenheimer Medienlandschaft Totenstille. Keine Reaktion auf die Veranstaltungen, kein Abdruck von Leserbriefen, Bedrohung von Informanten – eine Mehrheit des Schweigens und Verschweigens hat sich herausgebildet. Jetzt wird sichtbar, welche Abhängigkeiten hinter den Kulissen wirken. „Kathrein“ und „Döser“ (Verleger des OVB) gelten offenbar als „heilige Kühe“.

Jetzt hat Prof. Dr. Weber im Verbund mit der örtlichen GEW erstmalig Licht in das Dunkel gebracht. Aber bereits Bertolt Brecht wusste, es reicht nicht aus, die Wahrheit zu kennen, es bedarf auch der List, sie zu verbreiten, was in diesem Fall besonders schwer ist.

Worum geht es konkret? Den Grundstein für die Stellung als Medienmonopolist der Region legte der Großvater des heutigen Konzernchefs in der Nazizeit und auch der Rüstungskonzern Kathrein wuchs und gedieh in dieser Zeit unter dem Vater des jetzigen Firmenchefs. Waren sie beide Profiteure der Nazis? Alfons Döser und Prof. Dr. Anton Kathrein sind heute überaus angesehene Geschäftsleute in Rosenheim und weit darüber hinaus. Sie wurden mit Preisen überhäuft und sind im gesellschaftlichen Leben omnipräsent. Ihre Firmenvergangenheit während der Nazizeit haben sie sorgfältig versteckt bzw. gefällig zurechtgebogen. Erst nach dem Kriege habe alles angefangen, so Alfons Döser jun. gegenüber dem bekannten Journalisten Dieter Kronzucker.

Nachdem es schon länger Gerüchte und vereinzelte Hinweise gab, begann Prof. Dr. Weber der Sache auf den Grund zu gehen und stieß dabei auf Unterlagen über den Fall Bergmann. Dieser, 1920 als Redakteur beim „Rosenheimer Tagblatt“ eingetreten, gründete 1932 einen katholischen Zeitungsblock und galt bald, so 1948 sein Anwalt Schülein, „als einer der schärfsten und erfolgreichsten Pressegegner des Nationalsozialismus“. Weber forscht weiter und gräbt sich immer tiefer in den Fall hinein: Bergmann im Gefängnis wegen „staatsfeindlicher Umtriebe“, schließlich in Dachau, Arbeit in einer Strafkompanie bis zur Erschöpfung. Währenddessen Terror und Boykott gegen seinen Verlag, der irgendwann seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Die NSDAP will keine zwei Tageszeitungen in Rosenheim. Der politische Druck wird größer. Neid und Missgunst kommen hinzu. Bergmann ist reif für den Verkauf. Da tritt das NSDAP-Mitglied Alfons Döser auf. 100.00 RM wollte Bergmann. Döser nutzt dessen Notlage und drückt den Preis immer weiter bis auf lächerliche 1000 RM. Bergmanns Anwalt schreibt später: „Auf diese Weise hatte man den Angestellten auf billige Weise aus der Firma, seinem Lebenswerk, ausgebootet, der er 23 Jahre gedient hatte.“ Bergmann ist ruiniert. – Döser der Nutznießer. Im Spruchkammerverahren 1949 wird er als „Belasteter“ eingestuft und bekommt zahlreiche Strafen: 300 Tage muss er Sonderarbeiten für die Allgemeinheit verrichten, 25 % seines Vermögens werden zur Wiedergutmachung eingezogen, dauerhaft darf er kein öffentliches Amt bekleiden u.v.m.. Eine „schmutzige Gesinnung“ wird ihm vorgeworfen. Zwar kassiert die Berufungskammer 1950 das Urteil wieder, wie es bei den meisten Berufungsverfahren damals der Fall war, hat aber keinen Zweifel daran, dass die Absichten Dösers „moralisch nicht unbedenklich“ waren. Mangels beweisen kommt er mit einer Geldstrafe davon.

Döser hatte übrigens am 9.9.1946 behauptet: „Mein Eintritt …in die Partei erfolgte 1937 und zwar ohne mein Zutun, indem der NSKK Sturm Rosenheim kurzer Hand in die Partei überführt wurde.“ Klaus Weber gelang es, diese Behauptung der Lüge zu überführen: Er fand Dösers eigenhändig unterschriebenen Antrag auf Aufnahme in die NSDAP vom 29.6.1937 unter der Mitgliedsnummer 4007128 – und schickte ihn natürlich sofort, verbunden mit der lügenhaften Behauptung Dösers, den verschiedenen Redaktionen der Zeitung zu.

Parallel zu Döser forschte Weber zu Kathrein, der ebenfalls NSDAP-Mitglied war und sogar im Rosenheimer Stadtrat für diese Partei agierte. Als in einem Leserbrief an das OVB mitgeteilt wird, dass Kathrein bis zum heutigen Tage nicht in den Stiftungsfond der deutschen Wirtschaft zur Entschädigung der Zwangsarbeiter eingezahlt habe, verweigert das OVB den Abdruck. Weber recherchiert, dass Kathrein „sich jederzeit für die Ziele der Partei tatkräftig eingesetzt hat“, als förderndes Mitglied sogar der SS beigetreten sei und belegt, dass Kathrein ein Nazi ersten Ranges war. Das drückte sich u.a. in der brutalen Behandlung der Zwangsarbeiterinnen aus. Diese mussten außer Sonntag 12 Stunden arbeiten, hatten die Woche über auf dem Fabrikgelände zu bleiben, wurden schlecht versorgt und erfuhren keine medizinische Behandlung. Es kam zu Schlägen, und wer nicht parierte, wurde von Samstag auf Sonntag in den Keller eingesperrt. Dieses und vieles mehr ist in dem jetzt vorgelegten Buch nachzulesen.

Kathrein und Döser – Profiteure der Nazis? Die Fakten sprechen für sich, das Fragezeichen muss getilgt werden. Die GEW sieht es als eine ihrer vordringlichen Aufgaben an , alles dafür zu tun, das Schweigen in Rosenheim zu durchbrechen und für eine möglichst breite Öffentlichkeit zu sorgen.

Revolution! Bayern 1918/19

Pressebericht über den Besuch der Ausstellung „Revolution! Bayern 1918/19“ im Haus der Bayerischen Geschichte von Lothar Walter

Ausflug in die Vergangenheit

Rosenheimer GEW fährt zur „Räterepublik“

Neunzig Jahre „Revolution! Bayern 1918/19“ – so der Titel der vom Haus der Bayerischen Geschichte zusammen mit der Universität München im Münchner Literaturhaus gezeigten Ausstellung- waren das Ziel einer fünfzehnköpfigen Schar Rosenheimer GEWler, die auf Einladung des Kreisvorstands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft einen gemein samen Ausstellungsbesuch unternahmen.

Eine kriegsmüde, hungernde Bevölkerung demonstriert massenhaft spontan vor der Residenz, der König flieht, das Machtvakuum lässt Hoffnungen auf eine bessere Zukunft für breite Volksschichten aufkeimen, die Revolution bricht sich -vorerst ruhige- Bahn. Ein tragischer Wendepunkt ist die Ermordung des Revolutionsführers und Ministerpräsidenten Kurt Eisner. Die Ereignisse überschlagen sich, überstürzte Ausrufung der Räterepublik, Bewaffnung der Arbeiter und der Freikorps. Was friedlich begann, nimmt an Heftigkeit und Gewalttaten zu und führt zu einem Bürgerkrieg, an dessen Ende ein hemmungsloses Morden der Weißen stand. Es wurde gründlich „aufgeräumt“ unter den Roten. Aus der Bayerischen Räterepublik wurde die „Ordnungszelle Bayern“ – eine ideale Brutstätte der Nazis.

Die Gewerkschafter waren beeindruckt von der von Studenten gemachten und geführten Aus stellung. Als Resümee zog Kreisvorsitzender Andreas Salomon einen Vergleich zur Kolber moorer Rätezeit, deren anderer und durchwegs friedlicher Verlauf von der Reaktion in Blut ertränkt wurde.

Auf den Spuren der Kolbermoorer Räterepublik

Ein historischer Rundgang mit Andreas Salomon von der GEW

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Kreisverband Rosenheim) führte anlässlich der bayernweiten Feierlichkeiten zum Gedenken an die Räterepublik vor 90 Jahren einen historischen Rundgang durch Kolbermoor durch, um die Erinnerung an diese Zeit wachzuhalten und der in Kolbermoor ermordeten Opfer, Georg Schuhmann und Alois Lahn, zu gedenken.

Andreas Salomon, der Kreisvorsitzende der GEW, konnte für die fast zweistündige Führung zahlreiche Besucher von nah und fern begrüßen, worunter sich auch eine größere Gruppe von Freidenkern befand, die extra aus München angereist waren und Blumen mitbrachten, die sie an den Gräbern sowie bei der Gedenktafel an der Tonwerksunterführung niederlegten.

Salomon gab zunächst in der Schuhmannstraße einen Überblick über die Kolbermoorer Geschichte, wobei er den Schwerpunkt auf die Entwicklung und Organisation der Arbeiterbewegung legte, um sichtbar zu machen, aus welchen Wurzeln die Kolbermoorer Räterepublik sich entfalten und soviel Zustimmung finden konnte.

1863 nahm die Baumwollspinnerei ihren Betrieb auf und bereits zwei Jahre später zählte man in Kolbermoor schon über 1000 Einwohner. Allerdings waren die Arbeiter, Taglöhner, Gesellen und Dienstboten von der Mitbestimmung in kommunalen Fragen ausgeschlossen. Die politischen Angelegenheiten wurden weitgehend von der Direktion der Baumwollspinnerei geregelt. Aber schon 1869 kam es zur Gründung einer Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins und 1899 durch den Gastwirt Franz Sperber zur Gründung einer Ortsgruppe der SPD.

Während des 1. Weltkrieges, in dem 153 Kolbermoorer fielen, hatten sich die Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten in Kolbermoor wie überall dramatisch verschlechtert. Es kam zu ernsthaften Versorgungsschwierigkeiten und einer starken Verteuerung. Bekannt ist der Hungermarsch der Kolbermoorer Arbeiterfrauen nach Bad Aibling zum Bezirksamt, wo die Frau des Bezirksamtmannes aus dem Fenster gerufen haben soll, wenn die Kolbermoorer kein Gemüse hätten, sollten sie doch Gras fressen. Unzufriedenheit und Mangel an allen Dingen kennzeichneten die Lage.

Als in München Kurt Eisner am 7. November 1918 die Republik ausrief und ein Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat gegründet wurde, zögerte man auch in Kolbermoor nicht lange und die SPD rief die Bevölkerung auf, im Mareissaal zusammenzukommen, wo am 11.November ein 25-köpfiger 1. Volksrat gewählt wurde. Dieser setzte sich aus allen Schichten der Bevölkerung zusammen und war ein Kontrollorgan des Gemeinderates. Der 32-jährige Georg Schuhmann kam erst wenige Tage später nach Kolbermoor. Offensichtlich fand er sich schnell in die Situation vor Ort hinein und wurde bei der 2.Volksratwahl am 8. Januar 1919 nicht nur gleich gewählt, sondern auch noch am gleichen Tag dessen!.Vorsitzender. Schuhmann war, so ist aus dem Beschlussbuch der Räte zu entnehmen, außerordentlich rührig und war bei der Bevölkerung bald sehr beliebt, kümmerte er sich doch um Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, gründete mit den anderen Räten einen Lebensmittelausschuss zur Überwachung der Geschäfte, damit es zu gerechter Verteilung kam, ging der Ärztefrage nach, wandte sich gegen die Überteuerung von manchen Gebrauchsgegenständen und ging viele andere Probleme an. Ihm zur Hand stand sein erst 18-jähriger Sekretär Alois Lahn.

Der Rundgang führte von der Schuhmannstraße und dem Schuhmannhaus weiter zum Straßenschild. Und Salomon erläuterte, dass die Schuhmannstraße erst 1947 diesen Namen erhalten habe mit der Begründung: „Herr Schuhmann, der in der Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges infolge seiner demokratischen Gesinnung das Leben lassen musste, soll dadurch geehrt werden, dass die Straße seines Geburts- bzw. Wohnhauses seinen Namen erhält.“ Dieser Beschluss wurde von CSU, SPD und KPD einstimmig gefasst.

An den Gräbern der zwei Ermordeten wurden deren Verdienste für Kolbermoor gewürdigt und hervorgehoben, dass Schuhmann, der inzwischen Bürgermeister war, dafür eingetreten war, die Stadt ohne Blutvergießen zu übergeben, als Weißgardisten einen Ring um sie gezogen hatten. Als Schuhmann und Lahn zu Grabe getragen wurden, geleitete sie ganz Kolbermoor zur letzten Ruhestätte. Ein Trauerzug war verboten worden, weil man Unruhen befürchtete. So war der Friedhof, so berichten es die Chroniken, schwarz von Menschen. Aufgestellte Maschinengewehre sorgten dafür, dass kein Tumult ausbrach.

Auf dem weiteren Rundgang wurde auch dem Heimatmuseum ein kurzer Besuch abgestattet, um die dort gezeigten Dokumente zur Rätezeit anzuschauen. Stefan Reischl vom Verein Heimatmuseum ist es zu danken, dass die ganze Gruppe dafür keinen Eintritt zu zahlen brauchte. Andreas Salomon sah darin eine Geste, die in Zukunft auf mehr Zusammenarbeit aller an der Geschichte Kolbermoors Interessierten hinweist.

Tief beeindruckt erfuhren die Zuhörer schließlich bei der Gedenkstätte an der Tonwerksunterführung wie Schuhmann und Lahn auf brutalste Weise von Grafinger Weißgardisten zu Tode gekommen waren und dennoch später vor Gericht freigesprochen wurden.

Vor dem Mareissaal, in dem die großen Volksversammlungen stattfanden und wo schließlich die Übergabe und damit das Ende der Kolbermoorer Räterepublik beschlossen wurde, endete unter viel Beifall die ausgesprochen informative Führung.

Bleibt abschließend noch zu erwähnen, dass auch vier junge Männer an der Führung teilnahmen, die von sich behaupteten, Mitglieder der Grafinger Weißgardisten zu sein und die sich auch extra entsprechend gekleidet hatten. Sie wollten ganz offensichtlich die Veranstaltung durch ihr provokatives Auftreten stören. Als besonders niederträchtig empfanden die Teilnehmer des Rundgangs, dass einer von ihnen auf dem Rücken eine alte Schreibmaschine trug. Mit einer solchen war Alois Lahn vor 90 Jahren der Schädel eingeschlagen worden. Andreas Salomon verstand es sehr geschickt ihre Provokationen ins Leere laufen zu lassen, behandelte sie freundlich als interessierte Teilnehmer und verhinderte dadurch offensichtlich beabsichtigte Ausschreitungen. Anschließend stiegen die „Weißgardisten“ in ein Auto, das ein Hitlerbild zierte.

Imaginäres Museum

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu Besuch im imaginären Museum in Wasserburg

Bericht: Andreas Salomon
Bilder: Maritta Salomon

Was gibt es in Wasserburg, dieser bezaubernden mittelalterlichen, in eine Innschleife geschmiegten Stadt, nicht alles zu entdecken! Beim alljährlichen Treffen der Gewerkschaftsmitglieder der GEW mit ihren Wasserburger Kollegen war es diesmal das Imaginäre Museum. Beheimatet in den wuchtigen Mauern des jahrhundertealten Brucktors ist es geradezu ein Kleinod unter den Museen, ist es doch bundesweit das einzige seiner Art und verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit, als ihm zurzeit zuteil wird.

Seit 1979 beherbergt das ehemalige Spital die Kunstwerke von Günter Dietz und seiner Mitarbeiter. Und man kann nur staunen, was man dort alles zu sehen bekommt: An die 400 Gemälde, Meisterwerke aus ganz Europa, meint man im Original vor sich zu haben. Es handelt sich um Nachschöpfungen, und man möchte fast Neuschöpfungen sagen, von Werken der europäischen bildenden Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Vor 50 Jahren entwickelte der Grafiker und Maler Günter Dietz ein Verfahren der Reproduktion, bei dem es ihm gelang, Kunst so nachzuvollziehen, wie der jeweilige Maler gemalt hat, wobei er mit dessen Farben und dessen Originalmaterial arbeitete. Durch das vielfache Auftragen farbpigmenter Schichten, entstehen Repliken, die nahezu vom Original nicht mehr zu unterscheiden sind.

Die Gründidee war, im Sinne der Maler ihre Werke zu verbreiten und einem großen Publikum bekannt und verfügbar zu machen. Dietz strebte eine Demokratisierung der Kunst auf höchstem Niveau an, denn „Kunst ist für alle da, und jeder soll sie besitzen konnen“. Seine Arbeit stellte er dabei auf vier Beine: die Zusammenarbeit mit Künstlern, die Reproduktion der Werke verstorbener Künstler, die Reproduktion von Bildern, die so empfindlich sind, dass sie nur selten an die Öffentlichkeit kommen und die Gestaltung von Bildern, die verschollen sind, wie z.B. das Bild „Regenbogen“ von Caspar David Friedrich.

Inzwischen wird in der 2. und 3. Generation gearbeitet und die Qualität konnte noch weiter gesteigert werden. Die Dietz-Replik, so die Tochter von Günter Dietz, Petra Roßner-Dietz, habe weltweit neue Maßstäbe gesetzt, wovon die Gewerkschafter sich überzeugen konnten. So waren wunderschöne Bilder von Picasso, Monet oder Hundertwasser und vielen anderen zu bewundern, die die Betrachter in ihren Bann schlugen. Picasso habe bei der Betrachtung einer Replik von Dietz gesagt: „Unglaublich, diesen Mann muss ich kennnen lernen.“ Und Buchheim sprach gar von der „Wiederholung von Unikaten“. Frau Roßner-Dietz wusste auch zu berichten, dass zahlreiche Künstler von den Repliken so begeistert waren, dass sie nach Wasserburg kamen und oft längere Zeit im Hause Dietz wohnten, um mit dem Museumsgründer zusammenzuarbeiten. Ja, Museen in aller Welt hätten die Arbeit von Dietz unterstützt.

Frau Roßner-Dietz gelang es mit ihrer sehr kompetenten und zugleich unterhaltsamen Führung die Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft tief zu beeindrucken, wofür ihr der Kreisvorsitzende Andreas Salomon herzlich dankte.