Jahreshauptversammlung 2007

Pressemitteilung von Lothar Walter zur Jahreshauptversammlung am 22.2.2007

GEW Rosenheim: Jahreshauptversammlung im Faschingsendspurt

Viele Aktivitäten bei schwindender Kassenlage

GEWler sind keine Faschingsmuffel! Denn die Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Rosenheim der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zum Faschingsendspurt war eher spärlich besucht. Oder waren die Mitglieder durch die vorab verschickte Kurzfassung des Re-chenschaftsberichts bereits ausreichend informiert, so dass sich eine Anwesenheit erübrigen würde? Abwesenden entging aber eine Premiere: Kreisvorsitzender Andreas Salomon verteilte das erste Jahrbuch des GEW Kreisverbandes Rosenheim – eine Dokumentation der vielen Aktivitäten mit Pressespiegel sowie vertiefender Artikel. Danach erlebten die wenigen Mitglieder und Gäste eine harmonische Versammlung, an deren Ende sich alle Vorstände zur Wiederwahl stellten und prompt einstimmig bestätigt wurden.

Kreisvorsitzender Salomon entschuldigte sich für den ungünstig gelegenen, aber satzungs-gemäß unaufschiebbaren Ersatztermin für die von Orkan „Kyrill“ buchstäblich verwehte zuerst angesetzte Jahreshauptversammlung. Da nun die Jugend relativ stark vertreten war, übergab er sogleich das Wort an den Verteter der „Jungen GEW“ Michael Mende. Der stieg gleich in die Vollen und kritisierte die Landes-GEW ob ihres Geizes. Denn für die finanzielle Absicherung der auch von der GEW unterstützten Popularklage gegen Studiengebühren – Kostenrisiko ab 10 000 Euro – beteilige sie sich bisher nur mit zugesagten 500 Euro. Des Weiteren fand die beabsichtigte Berufung von Horst Teltschik in den Beirat der Fachhoch-schule München wenig Begeisterung. Mende bezeichnete diesen als einen Rüstungslobby-isten, der für eine entsprechende Ausrichtung der Fachhochschule stehe. Einhellig unterstützte die Versammlung die Forderung nach Erhöhung des Bafög – nach fünf Nullrunden laufen die Lebenshaltungskosten den Studierenden weg und eine weitere Belastung der Familien studierender Kinder sei nicht zumutbar.

Kassier Toni Reil musste einen Ausgabenüberschuss vermelden. Sollte sich der Trend ungebremst fortsetzen, wären die Rücklagen in etwa drei Jahren weggeschmolzen. Andererseits musste er auch zugestehen, dass Einsparungen kaum zu rechtfertigen seien. Die Versammlung monierte den kargen Beitragsrückfluss vom Landesverband und forderte einen höheren Anteil an den Mitgliedsbeiträgen für aktive Kreisverbände.

Kreisvorsitzender Salomon konnte sich auf Anmerkungen zum schriftlichen Rechenschaftsbericht beschränken. Besonders dankte er Helmut Pritschet für die Betreuung der Homepage und Reiner Schober für seinen Einsatz im Personalratswahlkampf. Nach Abschluss des zügig durchgeführten Wahlvorgangs kam dessen Replik auf den Spiritus Rector der Rosenheimer GEW: Ohne Andreas Salomon stünde der Kreisverband nicht da wo er jetzt stehe.