Weg mit den Übertrittszeugnissen

Leserbrief von Andreas Salomon Kreisvorsitzender Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Es ist längst überfällig, die Übertrittszeugnisse abzuschaffen und die Eltern selbst entscheiden zu lassen,  auf welche weiterführende Schule ihr Kind gehen soll. In Bayern wird leider von Seiten des Kultusministeriums der Eindruck erweckt, als sei diese Forderung einem Frontalangriff auf das gesamte Schulsystem gleichzusetzen. Diese Haltung verkennt die Tatsache, dass Bayern zu den ganz wenigen Bundesländern gehört, die nicht dem Elternwillen Geltung verschaffen haben. Das elitäre Denken bayrischer Bildungspolitiker, die den Zugang zu weiterführenden Schulen beschränken, hat lediglich zur Folge, dass es in keinem Bundesland weniger Abiturienten gibt als bei uns und Bayern auf Akademiker aus anderen Bundesländern angewiesen ist. Es kann aber nicht sein, dass ein Kind geringere Chancen auf einen weiterführenden Schulabschluss hat, nur weil seine Eltern in Bayern leben.

Im Interesse der betroffenen Kinder und derer Eltern muss unbedingt der unsägliche Druck, dem sie ausgesetzt, so schnell wie möglich von ihnen genommen werden. Die Grundschulen dürfen keine Paukschulen sein und keine Häuser der Angst. Und der Familienfrieden darf nicht gestört werden, nur weil das Kind droht, einen bestimmten Schnitt nicht zu erreichen. Wenn man sieht, dass die Schulbuchverlage Unmengen von Übungsheften  bereits für Grundschüler auf den Markt werfen und hier schon Nachhilfelehrer ihr Geld verdienen, sieht man doch, dass etwas falsch läuft.

Die Kindheit muss Kindheit bleiben und kleine Kinder dürfen nicht zu Lernmaschinen degradiert werden.

Zu bedenken möchte ich aber auch geben, dass dieser immense Druck dem dreigliedrigen Schulsystem zu schulden ist. Denn blieben die Schüler länger  beieinander wie in den bei der PISA-Studie erfolgreichen Ländern, wäre die ganze Diskussion überflüssig.

Andreas Salomon

Zugspitzstraße 19d

83059 Kolbermoor

Rechenschaftsbericht des Kreisverbandes Rosenheim der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für das Jahr 2007

Liebe Kolleginnen und Kollegen,                                        Januar 2008

der letzte Rechenschaftsbericht für das Jahr 2006 erfolgte auf der Jahreshauptversammlung am 15. Februar 2007. Aufgrund unserer zahlreichen Aktivitäten haben wir uns angewöhnt, nicht nur alle zwei Jahre Bericht zu erstatten, sondern jährlich. Diesmal kommt aber noch ein weiterer Grund für einen Rechenschaftsbericht hinzu, nämlich mein Rücktritt als 1. Vorsitzender vom 11. November 2007. Seitdem wird der Kreisvorstand von einem Triumvirat geleitet, dem außer mir Wolfgang Orlowski und Reiner Schober angehören.

Das vergangene Jahr, so schrieb ich es im 1. Rundbrief dieses Jahres, wird aller Voraussicht nach als das Jahr in die Annalen unseres Kreisverbandes eingehen, in dem wir so rührig waren wie nie zuvor und ich befürchte auch  wie nie wieder.

So verschickte ich 10 Rundbriefe an unsere zur Zeit 107 Mitglieder, wir führten 12 Veranstaltungen durch und in der Presse wurden 13 Artikel ( 7 Presseberichte und 6 Leserbriefe) von uns abgedruckt. Ich behaupte jetzt einfach, dass das für einen Kreisverband unserer Größenordnung in Bayern eine absoluten Spitzenwert darstellt. Hinzu kommt, dass wir eine Homepage haben, die ebenfalls ihresgleichen sucht. Sie ist stets aktualisiert und dokumentiert unsere gesamte Arbeit in überschaulicher und ansprechender Art und Weise:

www.gew-rosenheim.de 

Vergleichen wir unsere Arbeit mit der des BLLV, der um ein Vielfaches größer ist als wir, so entsteht in der Öffentlichkeit zweifellos der gegenteilige Eindruck, denn die Pressearbeit des BLLV im Landkreis Rosenheim ist schlichtweg als erbärmlich zu bezeichnen. Es ist anzunehmen, dass es auch nicht viel gibt, über das der BLLV berichten könnte.

Wie die konkrete Arbeit der GEW sich vor Ort auswirken kann, zeigt der Zuwachs der GEW-Mitglieder an  der Privaten Wirtschafts-schule Dr. Kalscheuer in Rosenheim, an der mittlerweile 13  von etwas über 30 Kollegen GEW-Mitglieder sind und es werden noch weitere eintreten, je mehr sich die Tarifauseinandersetzung zuspitzt. 13 GEW-Mitglieder in einem Betrieb dieser Größenordnung dürfte  bayernweit ebenfalls einen Spitzenplatz bedeuten.

So dürfen wir insgesamt auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückblicken, in dem unser kleines GEW-Team wieder ausgezeichnete Arbeit geleistet hat. Und hier sei auch erwähnt, dass trotz der vielen Aktivitäten unsere Kasse stimmt, da es uns gelungen ist, von Seiten des Landes entsprechende zusätzliche Gelder locker zu machen.

Nun zum Verlauf des Jahres 2007!

Am Neujahrstag 2007 schrieb ich den 1. Rundbrief, in dem ich unseren Mitgliedern mitteilte, dass unser Kreisverband erstmals ein Jahrbuch für das Jahr 2006 vorlegt, in dem sämtliche Aktivitäten dokumentiert sind. Dieses Buch sollte allen Ermunterung sein, was ein kleiner Kreisverband alles auf die Beine stellen kann.

In das neue Jahr gingen wir mit folgender Vorstandsbesetzung:

1. Vorsitzender                 Andreas Salomon

Stellvertreter                     Wolfgang Orlowski und Reiner Schober

Pressereferent und

Vertreter im Ortsvor-

stand des DGB                 Lothar Walter

Kulturreferent und

Webmaster                       Helmut Pritschet

Kassier                              Toni Reil

Vertreter der

Jungen GEW                     Michael Mende

Vertreter im Regio-

nalvorstand des DGB        Helmut Seifried

Mit dem 1. Rundbrief lud ich zur Jahreshauptversammlung ein, die ursprünglich am 18. Januar geplant war. Außerdem gab ich einen Rückblick auf das vergangene Jahr und ehrte langjährige GEW-Kollegen.

Wenige Tage später, am 18. Januar schrieb mir der Schatzmeister der Landes-GEW Larry Gersy, dass mein Antrag auf einen finanziellen Zuschuss über 750 Euro genehmigt sei, wir müssten nur noch Belege schicken.

Anfang Februar  veröffentliche das OVB den 1. Leserbrief von mir im neuen Jahr mit dem Titel „Harte Strafe für Peter Hartz gefordert“, in dem ich dessen kriminelle Machenschaften geiselte und kritisierte, wie die Justiz ihn geschont habe.

Annähernd zur gleichen Zeit erschien der 1. Pressebericht von Lothar Walter „Aus der Geschichte nachhaltig lernen“, der sich auf unseren Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau unter Führung von Pfarrer Dr. Björn Mensing vom 2.12.2006 bezog.

Da ein heftiger Sturm den ersten Versuch unserer Jahreshaupt-versammlung verweht hatte, lud ich mit dem 2. Rundbrief vom 31. Januar zu einem neuen Termin für den 15. Februar in die „Historische Weinlände“ ein.

Auf der Jahreshauptversammlung gab ich den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2006 und stellte das neue Jahrbuch vor. Die Neuwahlen ergaben  in der Zusammensetzung des Kreisvorstandes keine Veränderung.

Anfang März ging der 3. Rundbrief heraus, mit dem ich für den 15. des Monats zu einem Vortrag und einem Seminar zur neuen Rechtschreibung einlud.

Wenige Tage vor der Veranstaltung, nämlich am 10. März nahm ich in München an einer Schulung teil mit dem Thema: „Angestellte Lehrkräfte in Bayern – TVöD und TV-L und wie weiter?“ Hans Schuster und Joachim Graf informierten über die neuen Veränderungen.

Einen Tag nach dem Rechtschreibvortrag, am 16. März,  fand in München eine Bezirksausschusssitzung statt, bei der es im Wesentlichen um die Planung des neuen Bildungsprogramms des Bezirks ging. Erstmals versucht der Bezirk Oberbayern in Zusammenarbeit mehrerer Kreisverbände ein eigenes Bildungsprogramm aufzustellen, an dem wir auch beteiligt sind, nämlich am 31. Mai 2008 mit einem historischen Rundgang in Kolbermoor auf den Spuren von Georg Schuhmann und Alois Lahn.

Wieder einen Tag später, am 17. März, erschien  der 2. Leserbrief von mirim OVB unter dem Titel „Klimadebatte wird engagiert geführt“. Darin wird aufgezeigt, dass sämtliche Fakten seit Jahrzehnten bekannt waren, aber nichts geschehen ist und man nun zur Anpassung an die schlechten Bedingungen aufruft. Als letzten Satz formulierte ich „Erst die Verseuchung der Umwelt zuzulassen und sich dann als Retter aufzuspielen, wirkt irgendwie lächerlich, zumal wenn man dann noch mit einer dicken Staatskarosse daherkommt.“

Am gleichen Tag erschien der 2. Pressebericht von Lothar Walter über unsere Jahreshauptversammlung mit der Überschrift „Sorgen wegen knapper Finanzen.“

Am 10. April schrieb ich den 4. Rundbrief mit der Einladung zur Teilnahme an der Kundgebung des DGB zum 1. Mai. In diesem Schreiben ging ich ausführlich auf die Geschichte dieses Festtages ein. Wie jedes Jahr nahm wieder eine ansehnliche Gruppe von GEW-Mitglieder  an der Kundgebung teil, geschart um Toni mit der GEW-Fahne,  und musste sich allerdings  eine fürchterlich schlechte Rede anhören. Für mich war das wichtigste Ereignis an diesem 1. Mai, dass ich von der schweren Erkrankung unseres Vorstandsmitgliedes und Freundes Helmut Seifried erfuhr, der sonst immer beim 1. Mai dabei war und nun bereits in München im Krankenhaus lag.

Am Wochenende vor dem 1. Mai war der Leserbrief von unserem GEW-Mitglied Eva Stilz erschienen „Mindestlohn richtig“. Eva verweist darauf, dass 18 von 25 EU-Ländern bereits einen Mindestlohn haben und in Großbritannien die Massenkaufkraft dadurch deutlich gestiegen  ist.

Am 6. Mai wurde der 5. Rundbrief geschrieben, mit dem wir zur Teilnahme an der Demonstration in Schliersee aufriefen „Nein zur Annaberg-Gedenkfeier in Schliersee – Rechtsextreme Traditions-pflege stoppen.“ Außerdem verschickten wir an alle Lehrerinnen- und Lehrerkollegen den GEW-Kalender für das Schuljahr 2007 / 08. Diese Kalender kaufen wir jeweils an und verschenken sie als Serviceleistung.

Am 19. Mai erschien im OVB mein 3. Leserbrief  mit dem Titel „Auseinandersetzung um das achtjährige Gymnasium“. Ich verwies darin, auf die Quälerei, die das 8-jährige, überhastet eingeführte Gymnasium für die meisten Kinder bedeute, verwies auf die Geschäftemacherei zahlreicher Paukstudios und forderte den Umbau zu einer echten Ganztagsschule mit ausgereiftem pädagogischen Konzept und angemessener personeller und baulicher Ausstattung.

Im 6. Rundbrief vom 11.Juni luden wir  zur gemeinsamen Fahrt zum Bunkergelände im Mühldorfer Hart am 23. Juni ein. Diese Exkursion bereitete Reiner Schober vor und organisierte mit Peter Müller eine ausgesprochen kompetente Führung vor Ort. Wir fuhren mit dem Zug bis Waldkraiburg und stiegen dann auf unsere Fahrräder um, weil das Gelände sehr weitläufig war. Es war ungeheuer eindrucksvoll, die Bunkerreste im Wald zu entdecken. Die unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen in diesem Außenlager Dachaus forderten innerhalb der acht Monate ihres Bestehens ca. 4000 Opfer, vorwiegend Juden aus Ungarn. Die Zahl der Opfer entsprach nahezu der Hälfte der Häftlinge. Besonders nahe wurde uns das Schicksal der Zwangsarbeiter gebracht, als wir an einem ehemaligen Massengrab standen.

Der erschütterndste Tag des Jahres 2007 war für uns der 11. Juni, der Tag, an dem unser Freund, GEW-Kollege und GEW-Vorstandsmitglied Helmut Seifried im Alter von nur 50 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung verstarb. Seine Eltern schrieben in einer Dankeskarte: „Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren. Es ist tröstlich zu spüren, wie viele ihn geliebt haben.“ Für unsere Todesanzeige formulierte ich: „26 Jahre lang gehörte er zum engen Kreis der Aktiven. Unermüdlich und mit großem Engagement setzte er sich für eine Gesellschaft ein, die von der Würde des Menschen und seiner Selbstbestimmung gekennzeichnet ist.“ Einige von uns fuhren nach Baden-Württemberg in seinen Heimatort Riedlingen, wo er am 15. Juni beerdigt wurde. Ich würde euch bitten, in den nächsten Tagen noch einmal meinen Nachruf auf Helmut zu lesen, der mit dem 7. Rundbrief verschickt wurde.

Helmut vertrat uns jahrelang im Regionsvorstand des DGB Südost-Oberbayern. Seit seinem Tod wird die Stelle für unseren GEW-Kreisverband offen gehalten, aber wir werden sie voraussichtlich nicht mehr besetzen können. Christa Müller vom DGB schrieb mir auf Anfrage, dass jährlich 4 Sitzungen stattfinden und eine Klausurtagung. Der jeweilige Sitzungsort findet jeweils in einem der 5 Landkreise statt, die zur Region gehören. Die Sitzungen dauern von 18-21 Uhr.

Der Tod von Helmut ist für mich überaus schmerzlich und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke. Unser Kreisverband hat in wenigen Jahren mit dem frühen Tod von Lukas Pronath, Beppo Bergmeister und Helmut Seifried einen großen Verlust erlitten. Und wesentlicher ist sicher noch, dass wir alle drei gute Freunde verloren haben.

Schon wenige Tage später am 15.6. fand wieder in München eine Bezirksausschusssitzung statt, bei der sich jeweils die Kreisvorsitzenden der Kreise des Bezirkes treffen. Gesprochen wurde über die Homepage des Bezirks, die Raumsituation im Münchner DGB-Haus und das Bildungsprogramm.

Auch vor Ort ging unsere Arbeit  weiter und so erschien zwei Wochen später, in der Wochenendausgabe des OVB vom 30.6./1.7. mein 4. Leserbrief mit dem Titel „Schulsystem reformbedürftig“. Ich wies darin auf zahlreiche Mängel des bayerischen Schulsystems hin und kritisierte zum ersten Mal im OVB dessen Dreigliedrigkeit. Soheißt es dort: „Die Trennung der Kinder nach der 4. Klasse begrenzt nicht nur die Leistungsfähigkeit vieler Schüler, sondern zeigt leider auch, dass Kinder aus bildungsferneren Schichten eine um siebenmal geringere Chance zu einer gymnasialen Schullaufbahn haben. Die Zukunft wird darin bestehen, alle Schüler bis zum mittleren Bildungsabschluss zusammenzulassen.“

Mit dem 7. Rundbrief vom 7. Juli verschickte ich nicht nur meinen Nachruf auf Helmut Seifried, sondern lud gleichzeitig zu unserem Sommer-Radl-Ausflug  für den 21. Juli nach Neubeuern ein: „Auf in die Steinbrüche!“ Sehr gut vorbereitet hatte ihn Reiner Schober, der uns wieder einmal mit viel Wissen Sehenswertes rund um Neubeuern zeigte. Der Bürgermeister persönlich ließ es sich nicht nehmen, uns durch das Heimatmuseum zu führen.

Nun kamen die Sommerferien. Während dieser Zeit erschien am 14./15.8. der 3. Pressebericht von Lothar Walter unter dem Titel „Auf den Spuren des Nazi-Terror.“ In einem sehr ausführlichen Artikel wird über unsere Exkursion nach Mühldorf berichtet.

Mit dem 8. Rundbrief vom 4.9. habe ich für den Gesundheitstag der GEW in München eingeladen „Gesund bleiben in pädagogischen Berufen“. Dies war die Auftaktveranstaltung des Bildungsprogramms des Bezirks. Es wurden Workshops angeboten wie „Stressmangement mit Dr. Peter Vogt, „Progressive Muskelentspannung“, „Qi Gong“, „Alexandertechnik im pädagogischen Alltag“ oder „Sprech-erziehung“. Insgesamt war der Gesundheitstag sehr gut besucht und brachte viele neue Erkenntnisse.

Am 20. September erschien im OVB der 4. Pressebericht von Lothar Walter. Diesmal war es ein Foto von unserem Ausflug nach Neubeuern mit kurzem Text.

Am 4. Oktober teilt uns der Schatzmeister der Landes-GEW mit, dass wir die beantragten Zuschüsse von 750 Euro demnächst überwiesen bekommen.

Im 9. Rundbrief vom 14. Oktober wurde gleich zu drei Veranstaltungen eingeladen. Am 27. Oktober  fand ein Treffen mit unseren Kollegen in Wasserburg statt. Stefan Kaindl war so freundlich und traf vor Ort in Absprache mit mir die Vorbereitungen. So besichtigten wir die eindrucksvollen Wasserburger Bierkeller und trafen uns danach zum gemeinsamen Beisammensein. Leider waren aber die Wasserburger Kollegen diesmal so gut wie nicht vertreten. War dies ein Zufall oder hat sich der Kreis mit dem Fortzug von Thomas Kemme aufgelöst?

Die nächsten beiden Veranstaltungen fanden in Zusammenarbeit mit der Rosenheimer Info-Gruppe statt. Auf Vorschlag der Infogruppe hatte ich Ausstellungsplakate zu Georg Elser aus Berlin besorgt, die die Infogruppe in der Vetternwirtschaft vom 30.10.-11.11.aufhängte. Die Ausstellung trug den Titel „Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939“.

Am 4. November wurde der politische Film „Georg Elser – Einer aus Deutschland“ gezeigt. Zu Beginn des Filmes hielt ich ein Referat über den Hitler-Attentäter Georg Elser.

Über  beide Elser-Veranstaltungen erscheint am 24. Oktober  im „Echo“ ein vorbereitender Artikel. Mein Artikel für das OVB wurde nie veröffentlicht. Denn wer mit der INFO-Gruppe zusammenarbeitet, arbeitet offensichtlich mit dem Teufel zusammen.

Der 5. Pressebericht von Lothar Walter erschien am 28. November unter der Überschrift „Lehrer im Labyrinth“ und berichtete von der Exkursion zu den Wasserburger Bierkellern.

Anfang Dezember schickte mir Prof. Singer einen Überblick über sein neues Buch, an dem er gerade arbeitet, und bat um eine Stellungnahme, die ich ihm ausführlich wenige Tage später zurückschickte und die er mit einarbeiten will.

Am 1. Dezember entstand schließlich der letzte, der 10. Rundbrief des Jahres, in dem ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Rücktritt als 1. Vorsitzender erklären musste und bekannt gegeben wird, dass Reiner Schober der neue Ansprechpartner des Kreisverbandes sein wird. Seine Anschrift: Estermannstraße 8, 83075 Bad Feilnbach, Tel: 08066/1223. Gleichzeitig teile ich mit, dass zunächst ein Triumvirat bestehend aus Wolfgang Orlowski, Reiner Schober und mir bis zu den Neuwahlen kommissarisch den Vorsitz führen wird. Außerdem werden wir zwangsläufig unsere Aufgaben reduzieren müssen.

Für das Jahr 2008 planen wir außer der Jahreshauptversammlung eine Veranstaltung mit Prof. Singer, eine Wiederholung unserer erfolgreichen satirischen Radl-Wallfahrt sowie den Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Flosssenbürg und einen historischen Rundgang durch Kolbermoor auf den Spuren von Georg Schuhmann und Alois Lahn.

Der letzte Presseartikel unseres Kreisverbandes ist mein 5. Leserbrief „Lob für Schüler“ vom 8./9. Dezember, in dem ich mich darüber lustig mache, dass der Ministerialbeauftragte Peter Peltzer den genialen Einfall hatte, Schüler einmal zu loben und dazu jetzt ein Modellversuch durchgeführt wird.

Der letzte Brief, den ich im alten Jahr erhielt, ist ein sehr persönlich gehaltenes Schreiben des Landesgeschäftsführers der GEW Wolfram Bundesmann. Er reagiert auf meinen 10. Rundbrief und bedauert meinen Rücktritt als 1. Vorsitzender. So schreibt er unter anderem: „Ich habe deine Arbeit und ihre Ergebnisse ja nun seit Jahrzehnten, wenn auch aus der Ferne , bewundernd verfolgt und große Hochachtung vor ihr empfunden. Hoffentlich wissen das alle Umstehenden wirklich genug zu würdigen, was du für die GEW geleistet hast!

Ich muss sagen, dass dieser Brief mich persönlich sehr berührt  und mir meinen Rücktritt etwas erleichtert hat.

Für die Zukunft hoffe ich, dass wir unser Niveau halten können. Denn dies ist unbedingt nötig, wenn wir als GEW weiterhin eine Rolle spielen wollen.

Abschließend danke ich allen, die im vergangenen Jahr zum Erfolg der GEW auf ihre Weise beigetragen haben und möchte vier Wünsche äußern.

Ich wünsche mir, dass unsere Veranstaltungen weiter so gut besucht werden wie bisher.

Ich wünsche mir, dass mehr GEW-Mitglieder Leserbriefe schreiben und nicht nur Eva Stilz und ich.

Und ich wünsche mir, dass noch mehr Mitglieder ihre Fähigkeiten in unsere gemeinsame Arbeit einbringen.

Und ich wünsche mir, dass jedes GEW-Mitglied im kommenden Jahr ein neues wirbt. Meine Erfahrungen zeigen, dass dies keine Utopie ist.

Wenn jeder 5 Mitglieder wirbt, wie es mir allein an unserer Schule gelang, gäbe es am Jahresende im Kreisverband nicht 107, sondern, wenn ich richtig gerechnet habe,  642 Mitglieder. Aber bei jeweils einem neuen Mitglied wären wir zum Jahresschluss 214 und das wäre auch schon etwas.

                                                                  Andreas Salomon